Notdienst aktiv Wasser, Brand, Schimmel – 24/7 besetzte Leitung für Stuttgart, Heidelberg und Umgebung
Ø 45 Min. Anfahrt 0711 40260899
Befund als Video Mit Metereintrag

Sehen, statt vermuten

Bei Abwasserleitungen hört das Rätselraten mit der Kamera auf. Wir fahren hinein und zeigen Ihnen, was da ist: den Riss, den Muffenversatz, die Wurzel, die Ablagerung. Mit Metereintrag, damit man später an der richtigen Stelle aufgräbt.

Techniker betrachtet das Monitorbild einer Rohrkamera während der Kamerabefahrung einer Abwasserleitung

Wann eine Befahrung sinnvoll ist

Die häufigste Situation: Es gibt einen Feuchteschaden im Keller oder im Erdgeschoss, aber die Trinkwasserleitungen sind dicht. Dann fällt der Verdacht auf die Abwasserleitung – und die ist mit Thermografie oder Akustik kaum zu untersuchen, weil dort kein Druck und keine Temperaturdifferenz herrscht. Eine undichte Grundleitung unter der Bodenplatte lässt jahrzehntelang Wasser ins Erdreich laufen, ohne dass es jemand merkt. Sichtbar wird es erst, wenn sich darunter Material auswäscht und der Boden nachgibt.

Weitere typische Anlässe:

  • Wiederkehrende Verstopfungen an derselben Stelle – ein Hinweis auf Gegengefälle, Versatz oder eine Wurzel.
  • Geruch aus dem Bodenablauf oder aus dem Keller, ohne erkennbare Quelle.
  • Rückstau nach Starkregen, um zu klären, ob die Leitung oder der öffentliche Kanal die Ursache ist.
  • Vor einem Immobilienkauf, weil eine defekte Grundleitung zu den teuersten Überraschungen im Altbau gehört.
  • Nach Erdarbeiten auf dem Grundstück, wenn Verdacht auf eine Beschädigung besteht.
  • Zur Abnahme nach einer Rohrsanierung, als Nachweis der ausgeführten Arbeit.

Womit wir arbeiten

Schiebekamera

Für Leitungen von etwa 50 bis 150 Millimetern: Fallrohre, Anschlussleitungen, Bodenabläufe. Die Kamera sitzt auf einem flexiblen Glasfaserstab, der von Hand eingeschoben wird. Damit erreichen wir Bereiche, die für einen Fahrwagen zu eng sind, und kommen auch durch mehrere Bögen.

Fahrwagenkamera

Für Grundleitungen und Kanäle ab etwa 100 Millimetern. Ein motorisierter Wagen fährt durch die Leitung, der Kamerakopf ist schwenk- und drehbar, sodass sich Muffen und Anschlüsse gezielt betrachten lassen. Für längere Strecken und für eine Zustandsbewertung ist das das genauere Werkzeug.

Ortungssender

Ein Sender im Kamerakopf lässt sich von oben orten. So bestimmen wir Lage und Tiefe der Schadstelle im Erdreich auf wenige Zentimeter. Das ist der Unterschied zwischen einem gezielten Aufbruch und einem Suchgraben durch den halben Garten.

Dichtheitsprüfung

Die Kamera zeigt, wie die Leitung aussieht – ob sie dicht ist, zeigt sie nicht zwingend. Ein Haarriss kann Wasser verlieren, ohne im Bild aufzufallen. Deshalb ergänzen wir bei Bedarf eine Prüfung mit Wasser oder Luft nach dem einschlägigen Regelwerk. Bei Streitfällen mit Versicherern oder Verkäufern ist dieser Nachweis der belastbare Teil.

Was Sie bekommen

Sie erhalten die Aufnahme als Videodatei mit eingeblendeter Metrierung, dazu Standbilder der Schadstellen und einen schriftlichen Befund: Was wurde gefunden, an welcher Stelle, wie ist es zu bewerten, was empfehlen wir. Bei mehreren Befunden priorisieren wir – nicht jeder Muffenversatz muss saniert werden, manche kann man beobachten.

Bestätigt sich ein Schaden, übernehmen wir den Bereich um die Leitung: Aufbruch, Rückbau, Trocknung des durchfeuchteten Bereichs und den kompletten Wiederaufbau. Die Arbeit am Rohr selbst führt ein Fachbetrieb aus unserem Netzwerk aus.

Kosten

Orientierungswerte

Erfahrungswerte Raum Stuttgart
Fallrohr oder Anschlussleitung, Schiebekamera190 – 320 €
Grundleitung Einfamilienhaus, mit Video250 – 500 €
Ortung der Schadstelle im Erdreichzzgl. 90 – 180 €
Dichtheitsprüfung mit Protokollab 350 €
Mehrfamilienhaus, mehrere Strängenach Aufwand

Wenn die Befahrung Teil der Ursachensuche bei einem versicherten Wasserschaden ist, gehört sie zu den Ortungskosten und ist meist mitversichert. Eine Befahrung aus eigenem Interesse, etwa vor einem Kauf, zahlen Sie selbst.

Häufige Fragen

Zur Kamerabefahrung

Ja, irgendwo müssen wir hinein. Ideal ist eine Revisionsöffnung oder ein Schacht. Alternativ arbeiten wir über einen abgenommenen Siphon, ein Standrohr oder eine Dachentlüftung. Wenn es gar keinen Zugang gibt, setzen wir eine Reinigungsöffnung – das ist ein kleiner Eingriff und für die Zukunft ohnehin sinnvoll, weil jede weitere Wartung dadurch einfacher wird.

Bei starken Ablagerungen ja, sonst sieht die Kamera nur Schmutz. Wir spülen dann vorher mit Hochdruck. Das hat einen Nebeneffekt, den man kennen sollte: Eine Spülung kann eine ohnehin geschädigte Leitung weiter aufreißen. Bei Verdacht auf eine brüchige Altleitung fahren wir deshalb zuerst vorsichtig mit der Kamera und entscheiden danach über die Reinigung.

Deutliche Schäden ja: offene Rohrbrüche, klaffende Muffen, eingewachsene Wurzeln, fehlende Rohrstücke. Feine Haarrisse und undichte Muffendichtungen sieht man oft nicht, weil sie im Bild unauffällig sind. Wenn es auf den Nachweis der Dichtheit ankommt, etwa gegenüber einer Versicherung, braucht es die Druckprüfung. Die Kamera sagt, wo man hinschauen muss, die Prüfung sagt, ob es dicht ist.

Eine einzelne Leitung mit vorhandenem Zugang ist in etwa einer Stunde befahren und dokumentiert. Mit Reinigung, mehreren Strängen oder zusätzlicher Ortung wird es ein halber Tag. Den Befund und das Video erhalten Sie in der Regel am nächsten Werktag.

Klarheit statt Vermutung

Erst reinschauen,
dann aufgraben.

Eine Befahrung kostet einen Bruchteil eines Suchgrabens.

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